Salzburger Festspiele 2026: Fest zur Festspieleröffnung

30.06.2026

Jedermann (c) maic
Auf ein Eis mit Jedermann

Salzburgs Festspielsommer 2026 startet auch heuer wieder mit einem fulminanten Eröffnungsfest. Drei Tage lang haben Einheimische und Festspielgäste Gelegenheit, sich beim Fest zur Festspieleröffnung auf den Festspielsommer einzustimmen. Die 78 Programmpunkte am 18., 19. und 24. Juli umfassen Probeneinblicke, Workshops, Konzerte, Lesungen und Gesprächsformate sowie Ausstellungen und Führungen. Sie schlagen Brücken zu anderen lokalen Kulturinstitutionen wie dem Salzburg Museum, der Stiftsmusik St. Peter, der Dommusik, der Universität Mozarteum, dem DomQuartier, dem Schloss Leopoldskron, dem Salzburger Straßentheater, der Stadt Salzburg, dem Salzburger Volksliedwerk und ausgewählten Galerien.


Traditioneller Fackeltanz

Der Volkskultur ist der gesamte 24. Juli im Fest zur Festspieleröffnung gewidmet. Am Residenzplatz kündigen das Bläserensemble Leopoldskron und die junge Gruppe Hoaschoaf von den Türmen den Salzburger Fackeltanz an, bei dem 100 Paare verschiedener Brauchtumstanzgruppen aus Stadt und Land Salzburg mit ihren Fackeln 13 verschiedene Figuren in die Nacht zeichnen. Konzerte der Vokalensembles Frauenzimmer und Hainbachsänger, des Eisenbahner-Musik-Vereins Salzburg sowie des Barockbläser-Ensembles Leopoldskron und der Lessacher Alphornbläser ergänzen den vielseitigen Brauchtums-Schwerpunkt am 24. Juli.


Probeneinblicke

Seit 2012 steht die Konzertreihe Ouverture spirituelle am Beginn der Salzburger Festspiele. Als Teil der diesjährigen Ausgabe widmet sich das Barockensemble Vox Luminis unter der Leitung von Lionel Meunier der Messe in h-Moll von J.S. Bach in zwei ausverkauften Konzerten. Im Zuge des Fests zur Festspieleröffnung ermöglichen die Musiker den kostenlosen Besuch ihrer Generalprobe.

 

Salzburger Festspiele 2026: The Living Archive

26.06.2026

Gerfried Stocker, Margarethe Lasinger und Claudia Lehmann (c) SF Jan Friese
Gerfried Stocker, Margarethe Lasinger und Claudia Lehmann

Vier ungewöhnliche Projekte des Salzburger Festspielarchivs wollen in diesem Sommer beweisen, dass sich hinter vermeintlich papierener Materie und metallenen Archivschränken vielgestaltige Schätze verbergen, die ertastet, erfühlt und mit Aug und Ohr enträtselt werden wollen – und zwar unter anderem mit Hilfe von XR-Technologie (Extended Reality).

 

 

 

Möglich wird das bei einem geführten Rundgang durch das Living Archive, das zwischen 18. und 29. August in den Räumlichkeiten des UMAK-Gebäudes (Universität Mozarteum am Kurgarten) und im dort neu eingerichteten X-Reality Lab zu erleben ist, und zwar dank einer Kooperation mit Ars Electronica sowie dem Institut für Open Arts der Universität Mozarteum.

Schon in den vergangenen Saisonen wurden die Schätze aus der Festspiel-Historie in vielfältigen Projekten sichtbar gemacht. Im Festspielsommer 2026 folgt nun die Ausrichtung eines eigenen Archiv-Festivals, das sich mit der Archivierung von künstlerischen (performativen) Aktionen befasst und neue Formate eines lebendigen Archivs präsentiert. 

Ausgangspunkt sind die beiden im Kontext der Salzburger Festspiele entstandenen Projekte des S+T+ARTS* Ec(h)o Residencies Programme 2025/26 sowie das 2024 im Festspielarchiv begonnene Erinnerungsbüro, die nun der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dazu gesellt sich die Wiederaufnahme der 2023 mit Ars Electronica realisierten FAUST-VR-Experience. Alle vier Projekte sind in einem etwa zweistündigen, geführten Rundgang im UMAK zu erleben. Damit ist auch der Auftakt zu einer Kooperation mit der Universität Mozarteum gemacht, die in den kommenden Jahren im Rahmen der Staging Realities-Projekte des Instituts für Open Arts weitergeführt werden soll.

 

Salzburger Festspiele 2026: Augenblicke abseits der Bühne

23.06.2026

St. Peter Sitftskulinarium (c) Judith Bradl
kulinarisch und bunt

Bald richtet sich der künstlerische Blick der Welt wieder auf Salzburg. Auf die großen Produktionen, die großen Stimmen und die großen Namen. Doch die Salzburger Festspiele, von 17. Juli bis 30. August 2026, leben nicht nur von dem, was auf der Bühne passiert. Sie leben auch von den Momenten dazwischen: von Begegnungen, Gesprächen und jenen Abenden, die nach der Vorstellung erst richtig beginnen. Während Salzburg auf die Bühne blickt, entstehen im St. Peter Stiftskulinarium die Geschichten dazwischen.

Seit Jahren ist das Haus ein fixer Bestandteil der Festspielzeit. Nicht als offizieller Programmpunkt, sondern als Ort für all das, was zwischen Ankunft und Aufführung, zwischen Applaus und Abschied entsteht.

 

Saalbach Hinterglemm: BERGFESTival Line-Up 2026

16.06.2026

Zebrahead (c) CesarC TVB Saalbach Hinterglemm
Zebrahead LiVE

Festivalfans können sich auch 2026 auf gleich mehrere Live-Shows in winterlicher Kulisse freuen. Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys läuten die Après Ski Party-Saison mit mediterranem Lebensgefühl ein. Die selbsternannten Botschafter des Italo-Schlagers verbinden Retro-Charme und rockige Inszenierung zu einem einzigartigen Konzerterlebnis. 

Für internationale Punkrock-Energie sorgen Zebrahead aus Kalifornien. Die Band zählt seit Jahrzehnten zu den festen Größen der Skatepunk- und Alternative-Rock-Szene und ist bekannt für ihre explosiven Live-Auftritte, eingängige Refrains und die perfekte Mischung aus Rock, Rap und Party.  

 

Red Bull Hangar-7: Premiere für neue Musik-Eventserie

05.06.2026

SUNSET (c) Leo Rosas Red Bull Content Pool
SUNSET

Music – Art – Cuisine – Aviation. Perfectly served. Unter diesem Motto verwandelte die neue Musik-Eventserie „SUNSET“ den Red Bull Hangar-7 jetzt erstmals in eine beeindruckende Bühne für elektronische Musik. Der bekannte Dreiklang Kunst, Kulinarik und Fliegerei wurde um die vierte Dimension „Musik“ erweitert – und in spektakulärer Kulisse in Szene gesetzt. Niemand Geringerer als Shootingstar BUNT. begeisterte als Main Act an den Turntables. Zuvor hatten nimino DJ set und Slashy Disco die Stimmung unter den rund 1.200 Gästen aufgeheizt.

Als die Sonne über Salzburg unterging, verwandelte sich der Red Bull Hangar-7 erstmals in eine Bühne für elektronische Musik. Mit SUNSET Vol. 1 startete eine neue Eventserie, die Musik, Architektur und Kulinarik zu einer atmosphärischen Gesamtinszenierung verbindet. Zwischen historischen Flugzeugen und einer beeindruckenden Bühnenkonstruktion entwickelte sich unter der markanten Glaskuppel Schritt für Schritt eine besondere Stimmung – zunächst entspannt und flanierend, später zunehmend energetisch.

DER RED BULL HANGAR-7 ALS IMMERSIVE BÜHNE

Ein zentrales Element der Inszenierung war der eigens für die Veranstaltung entwickelte Screen-Loop im Zentrum des Hangars. Die kreisförmige Installation in Glasoptik – unterhalb der ikonischen Threesixty Bar und über der Hauptbühne „schwebend“ – wurde als digitales Raumobjekt inszeniert. Im Verlauf des Abends wandelte sich der Loop mehrfach: von einer subtilen Spiegelung der Architektur im warmen Licht der Dämmerung über atmosphärische Übergänge bis hin zu kuratierten Showlicht-Effekten der DJ Sets. Das Spiel aus Licht, Reflektionen und Projektionen erzeugte eine faszinierende Wirkung, die das Publikum aus unterschiedlichen Perspektiven erleben konnte.

VON HOUSE-VIBES ZU EUPHORISCHEM ELECTRONIC-SOUND

Den musikalischen Auftakt gestaltete Slashy Disco, der als Local Hero und österreichischer EDM-Pionier mit seinem charakteristischen Mix aus Disco-Klassikern und modernem House sofort Bewegung auf die Fläche brachte. Sein Sound verbindet nostalgische Grooves mit frischer Clubenergie – ein „auditiver Cocktail“, der perfekt zum sommerlichen Auftakt der neuen Reihe passte.

Im Anschluss übernahm nimino DJ set, der mit seinem unverwechselbaren Sound derzeit weltweit eine neue Generation elektronischer Musik prägt. Der Brite bewegt sich mühelos zwischen House, UK Garage und Hip- Hop-Elementen. Spätestens seit seinem viralen Hit „I Only Smoke When I Drink“ mit über 200 Millionen Streams zählt nimino DJ set zu den gefragtesten Electronic-Newcomern. Seine genreübergreifenden Sounds bewegen sich zwischen euphorischer Leichtigkeit und introspektiver Tiefe und bildeten die perfekte Brücke zum Main Act des Abends.

Mit BUNT. betrat schließlich einer der aktuell spannendsten Namen der internationalen Electronic-Szene die Bühne. Der Künstler hat sich mit seinem melodischen Sound und energiegeladenen Live-Performances international etabliert. Statt hinter einem klassischen DJ-Setup zu bleiben, spielt er häufig „in the round“, mitten im Publikum und ohne Distanz zur Crowd. Auch im Red Bull Hangar-7 übertrug sich diese unmittelbare Energie schnell auf den gesamten Raum – und verwandelte den Hangar endgültig in eine vibrierende Konzertlocation.

KULINARIK ALS TEIL DES ERLEBNISSES

Wie in der Musik wird auch in der Kulinarik das Handwerk zur Kunstform, und so blieb der Abend dem Anspruch des Hauses in jeder Hinsicht treu. An vier Food Stations schufen Executive Chef Martin Klein und das Ikarus Team raffinierte Genussmomente. Begleitet wurde das Angebot von einer Auswahl an erfrischenden Drinks. Statt klassischer Menüfolge setzte das Konzept bewusst auf flexible kulinarische Highlights, die sich nahtlos in den Ablauf des Abends einfügten – ins Detail durchdacht, präzise umgesetzt und dem Motto des Abends entsprechend in jeder Hinsicht „perfectly served“.